Fun

Unvergessen: 07.05.2010 - 10.06.2015

Mein ganz persönlicher Abenteuerhund

Mein liebes FunFun, mein verrücktes "Ding".

Dein Leben hat so schlimm begonnen und genau so schlimm hat es so plötzlich geendet.

Das hast du nicht verdient :-( 

Auch wenn viele dich als "bösen Border" abgestempelt haben, so weiß ich und auch die, die dich wirklich gekannt haben, dass du eine so tolle Freundin warst. Von Grund auf Ehrlich, nur durch monatelange Misshandlungen und absolute Fehlprägung warst du nicht immer einfach.

Das ganze hat dir aber nie die Freude und den Spaß am Leben genommen. Du warst immer mit 100% dabei und hast das Leben mit vollen Zügen genossen.

Im Sommer 2014 hat uns die Diagnose Lungenkrebs mit Verdacht auf Metastasen im Gehirn schwer getroffen. Da dies Inoperabel war und die Angriffe auf die weiteren Rudelmitglieder immer häufiger wurden und du offensichtlich dabei Schmerzen hattest, wollte ich dich im Herbst 2014 schon gehen lassen. Aber du warst noch nicht so weit. Wir sind extra in die Berge gefahren, was dir so unendlich gut getan hat, der Höhepunkt für dich war der Italienurlaub mit einer Freundin. Das erste mal am Meer für dich und du bist so toll aufgeblüht. 

Von da an wurden die Angriffe weniger und zum Schluss passierte nur noch in ganz wenigen Ausnahmefällen etwas.

Im Dezember 2014 war die Freude groß als bei der Kontrolle in der Klinik bekannt wurde das der Tumor nicht gewachsen ist.

Was haben wir uns gefreut und du warst immer so fit.

Im Juni 2015 stand die nächste Kontrolle dann in der Klinik an und diese war niederschmetternd.

Der Tumor ist gewachsen, Leber war voll mit Metastasen und stark vergrößert so dass man kaum die Lunge sehen konnte. Außerdem waren die Nierenwerte im Keller.

Laut TA war es ein Wunder das du noch gelebt hast.

Am 09.06.2015, einen Tag nachdem wir in der Klinik waren, warst du am Abend schon leicht unterzuckert und bist nur noch getaumelt. Futter und Zuckerwasser haben dich schnell wieder auf die Beine gebracht und du warst wieder ganz fit.

So dachten wir...

In der Nacht vom 9. auf 10 Juni, die Nacht die ich niemals vergessen werde, bist du verschwunden.

Krampfend hab ich dich im Wohnzimmer gefunden, die Augen weit aufgerissen und mit so viel Angst.

Man hat dir die Angst so angesehen und wir konnten nichts machen. Du warst nicht mehr bei dir, wolltest/hast uns gebissen.

Ich weiß das es NIE deine Absicht war, aber deine Angst war so schrecklich groß :-( 

Und dann bist du aus dem Garten verschwunden. Einfach weg.


Und du bist nicht wieder gekommen. Trotz riesen großer Suchaktion bist du spurlos verschwunden.

Erst am 15. Juni wurdest du gefunden. Nicht du, sondern dein Körper.

Mein Mäuselein, es tut mir so leid das ich nicht besser aufgepasst habe, dass du mit so viel Angst ganz alleine gehen musstest.


Du warst niemals der Hund den ich wollte aber du warst der Hund der mir so viel gelehrt hat, der Hund den ich brauchte und einer meiner besten Freunde.

Du warst kein Problemhund, du warst mein ganz persönlicher Abenteuerhund.

Danke mein verrücktes "Ding" für die 4 schönen und lehrreichen Jahre.

Ich werde dich nie vergessen und du wirst immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.


Und plötzlich kam Fun

Und plötzlich kam sie wirklich. Nicht geplant und doch hat sie es schnell in mein Herz geschafft.

Nach Souries Tod wollte ich so schnell nicht wieder einen weiteren Hund. Bis ich Fun gesehen habe. Ein Häufchen Elend, Augen die jeden Glanz verloren haben und dann nach mit dem Namen "Fun" der so gar nicht zu diesem armen Hund gepasst hat.

9 Monate war sie jung als ich sie gesehen habe. Sie sah aus als hätte sie sich bereits aufgegeben, als gebe sie sich ihrem Schicksal einfach so hin.

Als sie dann Shadow und Milo bei der ersten Begegnung angeknurrt hat, hatte sie einen saftigen Tritt in die Rippen von ihrer damaligen Besitzerin bekommen. "Unerwünschtes Verhalten gehört unterbunden". Und das war der Punkt wo ich nicht anders konnte und sie einfach mitnehmen musste.

Zuhause musste ich sie 3x duschen bis tatsächlich ein Hund zu erkennen war. Von oben bis unten war sie voller dreck und Filzknödel.

Es stellte sich heraus das sie absolut nichts kannte. Sie wollte Autos jagen, fand alles gruselig und vor allem wollte sie alles und jeden "fressen".

Wir haben sehr lange und hart gearbeitet. Monate lang gingen wir an der Schleppleine an der Straße (mit Zaun dazwischen) auf und ab und haben das Autos jagen abtrainiert. 

Dank unserem Tierarzt, der sehr sehr viel Geduld, Zeit und Liebe in sie investierte lernte sie auch nach und nach Vertrauen zum Menschen zu fassen.

Es wurde von Tag zu Tag besser und schnell fand sie auch ihr Funkeln in den Augen wieder.

 

Aufgrund der Misshandlungen ist sie auf dem rechten Auge vollständig blind und es sieht immer so aus als würde sie schielen. Sie hat damit aber absolut keine Probleme und es behindert sie nicht im geringsten.

 

Heute ist sie ein vollkommen anderer Hund. Hat Lebensfreude, arbeitet gerne mit mir und vor allem liebt sie alle Menschen. Egal ob männlich, weiblich oder Kinder. Mit fremden Hunden hat sie noch ihre Probleme aber es ist für mich ok. 

 

Leider hat sie Anfang 2014 immer wieder angefangen die anderen Hunde zu beißen, ohne ersichtlichen Grund. Daraufhin habe ich sie in der Tierklinik untersuchen lassen.

Im Juli 2014 bekamen wir dann leider die niederschmetternde Diagnose "Lungenkrebs" mit Verdacht auf Metastasen im Gehirn.

Wir hätten sie beinahe schon eingeschläfert, da sie offensichtlich schmerzen hatte. Doch sie hat mir immer wieder gezeigt das es noch nicht soweit ist.

Seit September hat sie sich vollkommen verändert. Sie ist offener, stressfreier und fröhlicher.

 

Ich hoffe die verrückte Maus wird uns noch sehr lange Zeit begleiten.